JAHRESBERICHTE

Hier stellen wir Ihnen die Protokolle der Mitgliederversammlungen zum Lesen und Download zur Verfügung.

Vorstands – und Beiratsbericht zur

24. M I T G L I E D E R V E R S A M M L U N G

am 15. Juni. 2020

Teil 1 Kulturarbeit

Teil 2 Kursprogramm

Teil 3 Mieter / Gastronomie

Teil 4 Personal

Teil 5 Finanzielle Absicherung/Investitionen

Teil 6 Presse – und Öffentlichkeitsarbeit

Teil 7 Beirat

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Teil 1 Kulturarbeit Der Kulturausschuss hat sich 2019 an 9 Terminen zu Beratungen über die Kulturarbeit getroffen. Er bestand aus acht Mitgliedern – davon sieben ehrenamtliche Mitglieder (Bernd Vollmer, Lutz Erbslöh, Christiane Strehl-Lettow, Christoph Monse, Heiner Schnetger, Sabine Moseler-Worm und Peter Marx ) und eine hauptamtliche Mitarbeiterin Angelika Henning. Im Laufe des Jahres 2019 konnten wir mit Peter Marx, Heiner Schnetger und Sabine Moseler-Worm drei neue Mitglieder begrüßen. Stella Höyng war für die Programmauswahl der Jazz & More Reihe bis zur Mitte des Jahres verantwortlich und danach hat Jan Bierther die Aufgabe übernommen. Im Geschäftsjahr 2019 organisierte der Kulturausschuss 32 Veranstaltungen inklusive der Jazz & More Reihe (11x). Insgesamt konnten wir bei allen Veranstaltungen 4207 Gäste begrüßen; davon fanden bei Jazz & More 415 Gäste den Weg in unseren Gewölbekeller. Im Saal 1 waren 8 Veranstaltungen ausverkauft, bei 4 weiteren Veranstaltungen hatten wir jeweils über 190 Besucher. Das Angebot war wieder breit gefächert: 6 Kabarett- und Comedy-Abende mit den Kettwichten (2x), Daphne De Luxe, Tina Teubner, Lisa Eckhart (alle ausverkauft), und Martin Zingsheim brachten das Publikum (nicht nur) zum Lachen. Mit dem Magier Christoph Kuch haben wir erstmalig in diesem Genre Neuland betreten, und es ist bei fast ausverkauftem Haus vom Publikum sehr gut angenommen worden; auch waren viele Kinder und jüngere Erwachsene erfreulicher Weise unter den Zuschauern. Die Essener Volksbühne trat mit dem Stück Top Dogs auf, begeisterte das Publikum – leider nur vor 54 Zuschauern. Dreizehn Musikveranstaltungen wurden insgesamt in 2019 durchgeführt: Im Januar trat eine Re-Cover Band mit Simon & Garfunkel auf und Claymore war wieder bei uns. Beide Konzerte waren ausverkauft. Stephan Sulke, Wildes Holz und Frank Weise mit Abba Delux und Rafael Cortes waren wieder mit fast ausverkauften Veranstaltungen bei uns. Franziska Dannheim ist mit ihrer Oper Legere zweimal bei uns aufgetreten. Im September fanden zwei Konzerte statt mit Peter Bochynek und Christian van Gehren. Die Kettwiger Christmas Tage wurden neben den Kettwichten mit ihrem Weihnachtsspezial von der Band Re-Cover mit einem Mitsingkonzert gestaltet.

Unter künstlerischer Leitung von Stella Höyng und später Jan Bierther – verantwortet und organisiert von Lutz Erbslöh – fanden im Gewölbekeller 11 Jazzveranstaltungen statt. Jeden ersten Donnerstag im Monat gibt es Jazz im Alten Bahnhof mit einem festen Stammpublikum, aber auch immer wieder mit neuen Zuhörern bei freiem Eintritt. Die Anzahl der Besucher betrug 415, wieder eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Das Publikum war sehr angetan von unseren Veranstaltungen und der Programmauswahl, feierte die Künstler, die gerne wieder zu einem Gastspiel zu uns kommen. Einzelne Veranstaltungen wurden durch die Allbaustiftung sowie die Bezirksvertretung IX gefördert.

Ausblick 2020 / 2021: Das erste Halbjahr 2020 hatte bereits einige ausverkaufte Veranstaltungen. Ein Highlight war sicher das Jazz Konzert „Love und Peace“ mit Prof. Dr. Ilse Storb und das Jörg Hagemann Trio. In Folge der Corona Pandemie konnte die Essener Volksbühne am 14.03. schon nicht mehr auftreten. Der Alte Bahnhof wurde bis auf weiteres geschlossen. Wir hoffen nach den Sommerferien unter geänderten Bedingungen wieder spielen zu können

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Das Programm für das 2. Halbjahr 2020 steht, das Programmheft für das 2. Halbjahr 2020 wird im Juli an alle Haushalte in Essen-Werden und Kettwig verteilt. Auch für 2021 sind die Planungen nahezu abgeschlossen. Die durch die Corona-Pandemie zusätzlich entstehenden Aufwendungen ( geringere Einnahmen durch Reduzierung der Gäste bei gleich bleibenden Kosten für Technik, Raum und Künstler-Honorar) werden evtl. durch den Corona-Sonderfond der Stadt Essen z.T. aufgefangen und refinanziert.

Der Vorstand sagt herzlichen Dank für den sehr engagierten Einsatz des gesamten Teams.

Teil 2 Kursprogramm 2019 haben ca. 1500 Teilnehmer*innen am Kursprogramm teilgenommen. Das Angebot umfasste wöchentlich 23 Reha-, 25 Sport-, 12 Entspannungs-, einen Kreativ- und drei Einsteigerkurse aus dem Themenbereich „Digitale Welt“ (Smartphone und PCGrundlagen). Im Bereich Sprachen hatten wir fünf Französisch-, drei Italienisch, zwei Spanisch- und drei Englischkurse im Angebot. 23 Kursleiter haben wir 2019 als Honorarkräfte beschäftigt. Der Kursbetrieb wird weiterhin gut angenommen, so dass der Vorstand Ende 2019 beschloss, für das kommende Jahr sowohl Kursgebühren als auch Kursleiterhonorare leicht zu erhöhen. Abgesehen von unserem eigenen Kursbetrieb gibt es weitere Bewegungsangebote, die durch zehn Dauermieter im Alten Bahnhof angeboten werden – wie z.B. Ballett, Paartanz, Gymnastik für Mitglieder des Kettwiger Sportvereines, Rückengymnastik nach Dore Jacobs, Yoga, Personal Training. Wir sehen diese Angebote als Bereicherung, nicht als Konkurrenz. Sie stellen eine Ergänzung unseres Kursbetriebes dar, erweitern für den Bahnhofskunden das Angebot und unterstützen uns (abgesehen von der Mietzahlung) mit ihrer Werbung finanziell durch ihr Inserat bei der Erstellung des Programmheftes.

Die Nachfrage im Reha-Bereich ist ungebrochen. Mittlerweile werden 23 Kurse durch sieben Kursleiter angeboten. Ziel des Reha-Angebotes ist, Menschen mit Funktions-, Belastungs- und Aktivitätseinschränkungen zu langfristigem und eigenverantwortlichem Sporttreiben zu motivieren. Wir stellen fest, dass abgesehen von dem gesundheitlich sportlichen Hintergrund auch der soziale Aspekt der Reha-Gruppen einen hohen Stellenwert hat. Die Gruppendynamik und das soziale Gefüge innerhalb der Reha-Kurse ist auffällig – wir freuen uns im Sinne der Kundenbindung darüber, denn das heißt für den Alten Bahnhof: der ideale Reha-Teilnehmer kommt zunächst mit einer Erstverordnung zu uns, um dann den unverzichtbar gewordenen wöchentlichen Termin durch Folge-Verordnungen auf Kosten der Krankenkasse oder privat auf eigenen Rechnung fortzuführen. Die starke Nachfrage ermöglicht es uns, auch die Kursgebühr für Selbstzahler des Reha-Sports für 2020 von 6,00€ auf 7,00€ zu erhöhen. Seit Beginn der Reha-Kurse in 2014 wurden bis heute 1730 Verordnungen eingereicht.

73 Kinder nutzten 2019 wieder unsere Nähkurse während der Oster-, Sommer- Herbst- und Weihnachtsferien. 20 Kinder nahmen an der „Bunten Woche“ teil, die in den Osterferien stattfand. Charakteristisch für die „Bunte Woche“ sind die verschiedenen Ausflüge: am roten Tag besichtigten wir die Feuerwehr, am blauen Tag die Polizei, am weißen Tag machten wir einen Erste-Hilfe-Kurs bei den Johannitern und am grünen Tag führte uns Herr Rahmann in voller Montur des Nachtwächters durch unsere Gartenstadt.

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Teil 3 Mieter und Gastronomie Es bestehen weiterhin mehrere langjährige Dauermietverhältnisse. Der Alte Bahnhof wird für die Bereiche Kunst, Ballett, Yoga, Tanz, Sprache, Bildung, Gesundheit, Familie, Jugend und Sport von Mietern intensiv genutzt.
Die Dauermietverhältnisse werden ergänzt durch über 120 Einzelanmietungen pro Jahr – hauptsächlich an den Wochenenden. Dazu gehören Familienfeste, Hochzeiten, Mitgliederversammlungen, Vereinsfeiern, Benefizveranstaltungen, Firmenfeiern, Börsen, Flohmärkte, Verkaufsveranstaltungen, Medizin- und Naturheiltage , Mieterversammlungen, Tagungen, workshops und Seminare.
Mitgliedsvereine und Organisationen aus Kettwig wie der Anglerclub, der Bauverein Kettwig, der HVV, Bürger gegen Fluglärm, Kettwig hilft, Kettwiger Turnverein, Unesco-Club etc. nutzen seit Jahren den Service und die Räumlichkeiten für ihre Angelegenheiten.
Das Restaurant ist seit 2016 neu verpachtet. Der Umsatz ist bis heute weit hinter den Erwartungen geblieben. Seit drei Monaten ist PAMIS coronabedingt geschlossen. Eine Eröffnung und Weiterführung ist fraglich, zumal die der IG Bahnhof geschuldete Pacht aus den Vorjahren sehr erheblich ist und eine Insolvenz nicht ausgeschlossen werden kann. Weitere Ausführungen über den aktuellen Stand gibt der Vorstand mündlich in der Mitgliederversammlung.

Teil 4 Personal Das hauptamtliche Team bestand 2019 aus: Carolin Becher Büroleitung + Schwerpunkt Kursmanagement seit 2004 Angelika Laufhütte Schwerpunkt Finanzen seit 2007 Angelika Henning Kulturangebot seit August 2017 Ivan Miller Hausmeister seit Juni 2018 Marek Tilgner Licht – und Tontechnik seit 2012 (Honorarbasis)

Mit ca. 100 Wochenstunden wird der Bahnhof durch dieses Team bestens gemanagt. Das Arbeitsverhältnis mit Frau Henning wird aus betrieblichen Gründen zum 30.09.2020 beendet. Herzlichen Dank auch an dieser Stelle für das Engagement und den persönlichen Einsatz an das gesamte Team.

Teil 5 Finanzielle Absicherung/Investitionen Die sehr hohe Auslastung und Nachfrage nach Räumlichkeiten wird unter anderem durch kostengünstige Mietpreise erreicht. Seit 2015 gilt unverändert pro Stunde und qm für gemeinnützige, caritative und soziale Vereine ein Basismietpreis von ca. 50 Cent. Darin sind die Kosten für Stellung der Tische und Stühle, für die Reinigung, für die Haustechnik sowie Personal – und Energiekosten enthalten. Wirtschaftsverbände, Firmen und gewerbliche Veranstalter zahlen einen Basismietpreis von rd. 1€/qm/Stunde. Für 2020 hat der Vorstand eine moderate Mietpreisanpassung für Saal 1 und 2 beschlossen. Die Einnahmen aus den Bereichen Kurse, Kultur, Vermietungen und Pacht der Gastronomie sowie sonstige Einnahmen decken seit 2013 die laufenden betrieblichen Aufwendungen.

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Öffentliche Mittel zur institutionellen Förderung durch die Stadt Essen können seit 7 Jahren nicht mehr in Anspruch genommen werden, da diese nur als Verlustzuweisung gewährt werden. Ein von uns geforderte bzw. gewünschte institutionelle Förderung ist nicht realisierbar. Auch 2019 konnte ein weiterer Teil der Altschulden aus der Bauphase in Höhe von rd. 4.500€ getilgt werden. Mit Stand Mai 2020 bestehen hierfür noch Kreditverbindlichkeiten von rd. 18.174€. 2019 wurden für Instandsetzung, Erneuerungen, Reparaturen und Investitionen 64.900€ an Zuschüssen Dritter bewilligt, ausgezahlt und wie folgt verwendet (Planzahlen): Dacherneuerung Anbau und Ersatz von 79 Brandmeldern 19.900€ Reparatur der Lüftungssteuerung/Schaltschränke 27.000€ Parkettsanierung Saal 1 und Büroausstattung 6.000€ Ergänzung und Erneuerung der EDV-Anlage/Server 2.000€ Schaukasten Eingangsbereich 1.500€ Erneuerung Saal 1 Licht – und Tontechnik 20.000 Umstellung Beleuchtung Säle und Flur auf LED 6.200 Gesamtkosten rd. 82.600€ Finanzierung durch 1. Stiftung NRW 25.000€ 2. Sparkasse Essen 15.000€ 3. Kulturstiftung Essen 5.000€ 4. BV IX 19.900€ 5. Eigenmittel 17.700€= rd. 21%

Für 2020 ist vom Vorstand nachstehender Investitionsplan mit einem Finanzbedarf von 59.500€ aufgestellt worden:
Erneuerung von Velux- Dachfenstern (Finanzierung Stiftung NRW) 8.500€ Damen-Sanitärbereich – Putz und Anstrich (Eigenmittel) 800€ Erneuerung der Parkplatzmarkierung (Eigenmittel) 1.700€ Klimatisierung 4 Räume (Finanzierung offen) 25.500€ Photovoltaik – Anlage (Finanzierung offen – Antrag Stadt Essen ) 20.000€ Entfernung Gefährdungsbäume ( Finanzierung offen) 3.000€

Teil 6 Presse – und Öffentlichkeitsarbeit Auch 2019 war die Zusammenarbeit mit den örtlichen und überörtlichen Medien und der Presse gut bis hervorragend. Wöchentliche Presseberichte und redaktionelle Beiträge stellten die Angebote im Alten Bahnhof öffentlichkeitswirksam dar. Hier sind wir durch Berichte in den WAZ-Stadtteilseiten sowie im Stadt-Spiegel für alle Leser präsent. Die Schließung der örtlichen Redaktionsbüros der WAZ und des Stadtspiegels ist sehr bedauerlich. Durch persönliche Kontakte wird der Informationsfluss weiterhin gewährleistet. Im digitalen Medienbereich sind wir bei Kosmas Lazaridis bestens aufgehoben. In der Broschüre „Kettwiger Momente“ sind wir ebenfalls gut präsent mit redaktionellen Beiträgen für den Bereich Kultur und Kurse. Das Kurs – und Kulturprogrammheft wird weiterhin in einer jährlichen Auflage von 52.000 Exemplaren hergestellt und 2 x im Jahr an ca. 23.000 Haushalte in Essen-Werden und Kettwig verteilt. Unter verantwortlicher Leitung von Lutz Erbslöh und in Zusammenarbeit mit Carolin Becher (Kurse & Anzeigen) und Angelika Henning (Kultur) ist Benjamin Rill als

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Diplom-Kommunikations-Designer/ Mediengestalter für Digital- und Printmedien für die Produktion des Programmheftes zuständig.

7. Bericht des Beirats-Vorsitzenden Armin Rahmann

Der Beirat setzt sich aus folgenden Mitgliedern für die Wahlperiode 2016 – 2019: zusammen: Armin Rahmann, Vorsitzender Dieter Greese, stellv. Vorsitzender (bis 2018) Michael Kleine-Möllhoff, Günter Kirchheim, Gerd Kolbecher (bis 2018), Jochen Kraft, Wolfgang Rohrberg, Rainer Wild

Der Beirat hat auf seiner letzten Sitzung am 29.10.2018 den einstimmigen Beschluss gefasst, sich aufzulösen. Ein entsprechender Antrag an die Mitgliederversammlung auf Änderung der Satzung wird einstimmig befürwortet

Der Antrag liegt dieser Mitgliederversammlung vor. Die diesbezüglichen Änderungen der Satzung sind durch den satzungsändernden Antrag mit der Einladung veröffentlicht worden.

Ich danke allen Beiratsmitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen und die kollegiale Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und würde es begrüßen, wenn sich ehemalige Beiratsmitglieder – in welcher Form auch immer – zukünftig in die vielfältige Arbeit der Interessengemeinschaft unterstützend einbringen würden.

Armin Rahmann